Graf Rasso

Energie-Effizienz durch Passivhaus Plusenergie Standard

  • Minimaler Heizwärmebedarf von 15 kWh/m² im Jahr
  • Energie-Überschuss durch Photovoltaik
  • Gleichbleibend komfortables Innenraumklima durch Lüftungssystem mit Wärmerückgewinnung

Quartierbildung

  • Klare städtebauliche Form
  • Schaffung eines gemeinschaftlichen Hofs
  • Sinnvolle Erweiterung in Abschnitt B

Gemeinschaftliches Wohnen

  • Solidarische Nachbarschaft
  • Nutzung gemeinschaftlicher Gebäude und Aussenanlagen
  • Barrierefreier Zugang

Kommunikative Architektur

  • Verbindende Laubengänge
  • Bewegte Fassaden, mehrdimensionale Räume
  • Private und gemeinschaftliche Räume auf mehreren Ebenen

Zukunftsweisendes Mobilitätskonzept

  • Autoreduziertes Wohnen
  • Car- und e-Bike Sharing
  • Infrastruktur und Wartung für Fahrräder

Naturnahe Freiräume

  • Großzügige Frei- und Grünräume als Gemeinschaftsflächen
  • Urban Gardening in privaten (Dach-) Gärten
  • Naturnahe Gartengestaltung der gesamten Anlage
  • Aufgreifen des bestehenden Fuß- und Radwegenetz

Drei Wohngebäude gruppieren sich um einen nach Osten offenen Hof und schaffen so einen geschützten Raum für die Bewohner, der sich gleichzeitig zum Naturraum der Amper öffnet. Das Gemeinschaftshaus komplettiert das Ensemble nach Osten, schließt es aber nicht ab, sondern schafft eine Innenorientierung. Die klare städtebauliche Struktur ermöglicht eine sinnvolle Erweiterung zu einem späteren Zeitpunkt, bei der das Gemeinschaftshaus ins Zentrum rückt.
Haus 1 im Westen des Bebauungsgebiets weist eine leicht geneigte Ost-West-Orientierung auf, die beiden kürzeren Häuser jeweils eine Nord-Süd-Ausrichtung. Jedem Wohnhaus ist ein privater Gartenbereich im Westen bzw. Süden zugewiesen. Darüber hinaus eröffnet sich im Innenhof ein großzügiger Grünraum, der vielseitig genutzt werden kann. Bouleplatz, Feuerstelle und Spielplatz sind nur einige der zahlreichen Möglichkeiten, die sich den Bewohnern bieten.

Das Gelände wird in diesem Konzept gegenüber der Umgebung leicht erhöht. Diese Maßnahme sichert nicht nur die wirtschaftliche Realisierbarkeit der Tiefgarage in dem durch einen hohen Grundwasserstand geprägten Bereich. Viel mehr wird die Wohnanlage aus dem Straßenraum herausgehoben, was den privaten Charakter betont. Das wird u. a. dadurch erlebbar, dass die fußläufige Nord-Süd-Durchquerung über lange Rampen erfolgt. Die unterschiedlichen Höhen bieten sich zudem für eine abwechslungsreiche Freiraumgestaltung an.

Die Erschließung der Wohngebäude über Laubengänge hat mehrere Vorteile: erstens wird kostengünstig der barrierefreie Zugang zu allen Wohngeschossen ermöglicht, und zweitens entsteht ein zusätzlicher gemeinschaftlicher Raum, der das nachbarschaftliche Miteinander fördert. Bei der Gestaltung der Laubengänge wird dem Bedürfnis der Bewohner nach privaten
Rückzugsbereichen insbesondere dadurch Rechnung getragen, dass die Gänge leicht vom Gebäude abgerückt sind und die Wohnungen über „Stichwege“ erschlossen werden. Die räumliche Tiefe erweitert den reinen Erschließungsweg und schafft so Raum für zusätzliche private Nutzungen, für gelegentliche Treffen zwischen Nachbarn usw.. So bilden die Laubengänge ein verbindendes Element, das solidarisches Miteinander auf kurzen Wegen ermöglicht.

Das Gemeinschaftshaus mit begrüntem Dach und Terrasse schafft den Raum für gemeinsame Feste, gemeinsame Spiele und Aktionen, ist von allen Häusern aus einsehbar und bildet so das aktive, gemeinschaftliche Zentrum der Wohnanlage.