Montessori Schule Aufkirchen

Einen Lebensraum für Kinder zu schaffen, dieses Ziel haben sich die Architekten bei der Planung der neuen Montessori Grund- und Hauptschule in Aufkirchen gesetzt. Der Entwurf zeigt ein aus dem Boden wachsendes zweigeschossiges Gebäude mit geschwungenem Gründach und organisch geformtem Grundriss. Das lichtdurchflutete, freundliche Gebäude lädt die Kinder aufgrund der vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten ein, sich im Schulalltag und auch in der Freizeit wohl zu fühlen.

Trotz der architektonisch anspruchsvollen Gestaltung muss sich das Gebäude den Gesetzen der Wirtschaftlichkeit unterordnen und sich exakt an die Finanzierungsvorgaben der Regierung halten. Die reinen Baukosten betragen etwa 5 Mio. Euro.

Das markante Dach fügt sich harmonisch in die Geländeform ein, die unterschiedlichen Raumhöhen gehen durch die Wölbungen stufenlos ineinander über.

Durch das bis zum Boden reichende Dach entstehen nur zwei Außenfassaden. Die Südostseite öffnet sich zu Eingangsbereich und Pausenhof, die Nordwestseite zeigt in die freie Landschaft. Der Eingang der Schule wird mit einer durch die Fassade geschobene Rotunde und einer Leitwand markiert, die den Zuweg begleitet. Hinter dem Eingang öffnet sich die bis unter das Dach reichende Aula. Der angrenzende Speiseraum fungiert auch als Schülercafe. Die Aula kann über mobile Trennwände in die Turnhalle und den runden Mehrzweckraum erweitert werden. Bei großen Veranstaltungen wird die halbgeschossig nach unten versetzte Turnhalle durch eine mobile Zuschauertribüne, die von der Aulaebene auf die Turnhallenebene reicht, umfunktioniert.

Unmittelbar an die Aula schließt sich der Klassentrakt an. Er beherbergt im Erdgeschoss die sechs Hauptschulklassen mit Fachräumen und im Obergeschoss die vier Grundschulklassen mit Fachräumen und Verwaltungsbereich.

Diese Flexibilität und die zahlreichen Oberlichter in Dach und Zwischendecken schaffen einen durchlässigen Raumeindruck mit vielfältigen Sicht- und Lichtbeziehungen. Die Vernetzung von Innen und Außen entspricht wie viele Details den Grundsätzen der Montessori-Pädagogik, mit der sich die Architekten durch Hospitationen in Grund- und Hauptschule intensiv auseinandergesetzt haben.

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Erster Passivhaus-Schulneubau nach den Zertifizierungskriterien des Passivhausinstitutes in Darmstadt weltweit. Als Vorbildprojekt, das die Vorgaben des Passivhausstandards extrem kostengünstig umgesetzt hat, ist das Projekt in einer Vielzahl von Publikationen veröffentlicht worden.